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IBC SOLAR AG - Fachbeitrag aus PHOTOVOLTAIK 06/15

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2 Energie | Gewerbe &

2 Energie | Gewerbe & Kommune Gallisches Dorf in Franken Systemanbieter — Seit über 30 Jahren ist IBC Solar im Solargeschäft tätig. Viele Pioniere der Photovoltaik sind mittlerweile verschwunden, aber die Franken halten sich wacker. Das Geheimnis ihres Erfolgs: hohe Qualität der Produkte und ertragreiche Anlagen. Heiko Schwarzburger Foto: IBC Solar Lieferfähigkeit ist Trumpf: Um Bestellungen schnell zu bearbeiten, verfügt IBC Solar über mehrere Lieferzentren. D rei Jahre lang musste die Solarindustrie eine schwere Krise durchstehen, wie das Neugeborene den Scharlach. Viele Unternehmen der Branche verschwanden aus dem jungen Markt: mit Schlagzeilen oder klammheimlich. Es wurde still um die erste Garde, um die Pioniere der solaren Energiewende. Der Tod von Hermann Scheer im Oktober 2010 war ein Omen, dass fortan ein neuer Wind aus der Politik wehen würde: Innerhalb kurzer Zeit würgte die konservative Koalition in Berlin die Energiewende ab, später beerbt von der konservativen Großen Koalition. Innerhalb weniger Jahre verschwanden Solon, Centrosolar, Sunways, Platinum, beinahe Q-Cells, beinahe SMA, beinahe Solarworld und Solarwatt und viele Tausend Solarteure. Doch wenn der ICE von Thüringen nach Bamberg rauscht, fliegt noch immer das rotweiße Signet von IBC Solar vorbei. Beinahe wie ein kleines, gallisches Dorf inmitten der Flut römischer Legionen. Sie halten sich wacker, die Franken. Denn auch an IBC Solar ist die Krise nicht spurlos vorübergegangen. Von ehemals 300 Mitarbeitern in Deutschland mussten 80 gehen, das war bitter. Immerhin 200 Arbeitsplätze wurden gerettet, dazu etwa 100 im Ausland. „Mittlerweile müssen wir ausgeschiedene Mitarbeiter wieder aktivieren“, sagt Udo Möhrstedt, Gründer und Chef von IBC Solar. „Im Augenblick schreiben wir mehr Angebote, als wir Leute haben.“ Junge, wie die Zeit vergeht: 1982 hat Udo Möhrstedt damit begonnen, Solaranlagen zu bauen und auszutesten. Damals lebte Breschnew noch, Gorbatschow war noch nicht in Sicht. Vier Jahre später explodierte der Reaktor in Tschernobyl. Fünf Jahre später stand Ronald Reagan am Brandenburger Tor: „Mister Gorbachev, tear down this wall!“ Ein Verrückter namens Mathias Rust landete auf dem Roten Platz. Bad Staffelstein in Oberfranken lag in Rufweite zum Eisernen Vorhang, zur scharf bewachten Grenze nach Thüringen. Schon vergessen? Wer 1982 oder 1987 von Sonnenstrom sprach, im Zeitalter der waffenstarrenden Atommächte, galt leicht als Spinner. „Im Garten habe ich damals ein Drehgestell für Solarmodule entwickelt“, erinnert sich Möhrstedt. Eines der ersten Büros befand sich über einem Fahrradgeschäft – dort, wo heute noch der Firmensitz steht. photovoltaik 06 / 2015

Gewerbe & Kommune | Energie 3 Später füllte seine Firma immer mehr Räume, baute an, überdachte den Innenhof. Mittlerweile hat der Physiker schon fast ein halbes Jahrhundert Photovoltaik gesehen. Und die Branche hat sich kolossal entwickelt, ungeachtet aller Höhen und Tiefen. „Schon damals habe ich die Module genau ausgemessen. Mir ging es immer um hohe Qualität in der Verarbeitung und um hohe Erträge übers Jahr, nicht unbedingt um hohe Spitzenleistungen in Watt.“ Anfang mit Batterietechnik 1982 wurde IBC Solar gegründet, als Ingenieurbüro für Solartechnik und Batterien. Richtig gelesen: Schon damals hatte Möhrstedt die Stromspeicher auf dem Schirm, wie man heute sagen würde. Denn nach dem Studium in Münster und Gießen verdiente er sich erste Sporen als Leiter des Bereichs Anwendungstechnik beim Batteriefabrikanten Varta. Danach wechselte er zu Firma Moll Akkumulatoren. Heute gehört IBC Solar zu den führenden Mittelständlern in Bayern, drei Mal wurde die Firma unter „Bayerns Best 50“ gekürt. Nebenbei sitzt Möhrstedt für die CSU im Stadtrat, mischt in der Regionalpolitik mit. Rückblickend könnte man sagen: IBC Solar war weder Fisch noch Fleisch, und genau das hat die Firma durch schwere Zeiten gerettet. So hat IBC Solar selbst nie eigene Module hergestellt, hatte nie Fabriken wie Klötze an den Beinen. „Angefangen haben wir mit Modulen von Kyocera, die damals 43 Watt leisteten“, erinnert sich Möhrstedt. „Mit Solarex haben wir später ein Modul entwickelt, das 120 Watt leistete und auf möglichst hohen Ertrag optimiert war. Das haben wir 1997 eingeführt.“ Passend von A bis Z Seitdem ist IBC Solar als Systemhaus unterwegs, mit Solarmodulen, die von OEM-Lieferanten produziert und unter der eigenen Dachmarke vertrieben werden. „Bei uns muss das System von A bis Z passen“, meint Möhrstedt. „Das ist der richtige Weg. Unsere Anlagen haben hervorragende Werte.“ Im Handels- und Projektgeschäft vertreibt IBC Solar aber auch Module unter den Marken der Hersteller. Andererseits war IBC Solar nie ein reiner Großhändler oder ein reiner Installateur. Zwar bildet das Projektgeschäft ein wichtiges Standbein, doch der Systemgedanke stand im Vordergrund. Ein solches Geschäftsmodell erwies sich als so robust, dass mittlerweile Unternehmen wie Solarwatt oder Solarworld in eine ähnliche Richtung streben. In den zurückliegenden Jahren hat IBC Solar rund 150 Megawatt allein in Solarfonds aufge- Foto: IBC Solar Die eingehenden Solarmodule werden begutachtet und überprüft. ZAE Bayern Modellversuch zum Smart Grid mit Solargeneratoren Beim Modellversuch „Smart Grid Solar“ unter Federführung des ZAE Bayern wird die Integration von Photovoltaik ins Niederspannungsnetz untersucht. Mit einem Quartierspeicher in der oberfränkischen Stadt Hof ging im Mai ein zentraler Baustein des Projekts ans Netz. Lieferant und verantwortlich für die Netzintegration des Großspeichers mit 660 Kilowattstunden Kapazität, von denen 330 Kilowattstunden ausgenutzt werden, war IBC Solar als einer der Industriepartner. In Epplas, einem ländlich geprägten Ortsteil der Stadt Hof, haben sich fast alle Einwohner bereit erklärt, das Forschungsprojekt zu unterstützen und in ihren Häusern Smart Meter installieren zu lassen. Das Besondere an diesem Standort ist, dass hier auf 16 Haushalte 13 Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von 287 Kilowatt kommen. Epplas erzeugt übers Jahr gesehen mehr als doppelt so viel Strom, wie es bezieht. Im örtlichen Niederspannungsnetz setzt das Forscherteam seit April 2015 einen Quartierspeicher mit Blei-Gel-Technologie ein, um die bei der Einspeisung des Photovoltaikstroms auftretenden Belastungen zu regulieren. Die Auswirkungen auf das Netz werden über die Smart Meter sekundengenau erfasst und an die Hochschule Hof weitergeleitet, wo die Daten ausgewertet werden. Verantwortlich für die technischen Komponenten und die Netzintegration des Quartierspeichers zeichneten Speicherexperten von IBC Solar. Das Systemhaus wirkt bereits seit 2011 in einem Pilotprojekt mit einem Quartierspeicher im Ortsnetz von Fechheim (Oberfranken) mit. Bei der Auslegung des Quartierspeichers orientierten sich die Wissenschaftler an der Herangehensweise der Netzbetreiber. Zur Planung ihrer Netze gehen sie davon aus, dass alle Solaranlagen gleichzeitig mit voller Leistung ins Netz einspeisen, während kein Verbrauch abgefordert wird. Leistung und Kapazität des Speichers wurden mit einer maximalen Leistungsaufnahme von 70 Kilowatt und einer Gesamtnennkapazität von 660 Kilowattstunden so dimensioniert, dass die Einspeisespitzen oberhalb einer definierten Leistung zwischengespeichert werden. So wird ein weiterer Zubau von Photovoltaik ermöglicht, ohne das Niederspannungsnetz ausbauen zu müssen. Das Forschungsvorhaben „Smart Grid Solar“ wird von der Europäischen Union aus dem Fonds für regionale Entwicklung und vom Freistaat Bayern mit knapp sieben Millionen Euro unterstützt. G www.zae-bayern.de | www.smart-grid-solar.de G: Hier bietet das E-Paper der photovoltaik zusätzliche Informationen und Funktionen an. Infos zum E-Paper: www.photovoltaik.eu/epaper 06 / 2015 photovoltaik

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